20. Spieltag RR 25/26 Spinfactory II 9:7 BCV I - BC Viktoria 1915 Glesch/Paffendorf e.V.

20. Spieltag RR 25/26 Spinfactory II 9:7 BCV I

geschrieben am 21.03.2026 von Thomas Fischer


Also nachdem seit vergangenem Freitag klar war, dass der TTC uns als Tabellenzehnter nicht mehr einholen kann, da sie in einem knappen Spiel gegen Friesheim mit 7:9 verloren und bei den verbleibenden zwei Partien noch gegen Nippes I spielen müssen und eben auch noch Nippes II, die den direkten Abstieg auch noch verhindern können, war uns klar, dass der 3-Punkte-Abstand zu uns schwer aufzuholen sein wird und wir somit (hoffentlich) gesicherter Neunter der Tabelle werden, sollten wir nicht selbst noch einmal punkten.

Kaum wird einem so etwas bewusst, kann man anscheinend frei aufspielen, denn auch, wenn wir uns auf eine “schnelle Nummer” bei Spinfactory II einrichteten, kam es dann doch ganz anders.

Wir komplett mit Willuhn, Fischer, Bailly, Radke, Großkinsky und Jansen.
Spinfactory sicher nicht in der besten Besetzung aber sicherlich auch nicht in der Schlechtesten mit Grund, Haynold, Jakob, Bahar, Heilmann und Bootsveld.

Schon in den Doppeln zeichnete sich ab, dass wir doch mehr mithalten konnten als ursprünglich geglaubt.

René konnte mit Flo gegen Jürgen Jakob und Enes Bahar mit 3:1 gewinnen.

Daniel Jansen und ich verloren den ersten Satz gegen Grund und Haynold etwas unglücklich aber verdient. Gleichermaßen holten wir umgekehrt den Zweiten mit 14:12. Die Sätze 3 und 4 gingen dann aber wieder an die Kölner. Nicht zuletzt sieht man dann einfach auch die Klasse und die Defizite bei uns im Aufschlag-Rückschlag-Spiel.

Marco und Peddy in gewohnter Manier mit einem sicheren 3:0 gegen Heilmann und Bootsveld.

Stand: 2:1

René konnte oben gegen Jörn Haynold beim 0:3 in den längeren Rallyes leider nicht bestehen und die wenigen Fehler wurden dann natürlich sofort bestraft. Trotz guter längerer Ballwechsel, wurde Jörn Haynold immer sicherer.

Meine Wenigkeit hatte dann ein kleines Highlight der Saison und durfte gegen Christian Grund spielen, der schon weitaus höherklassischer gespielt hat und 2025 Westdeutscher Senioren-Meister in der AK 55 wurde.

Die ersten beiden Sätze waren dann zu sehr mit Respekt behaftet und auch hier musste ich mich erstmal an das Aufschlag-Rückschlag-Spiel gewöhnen, aus dem ich einfach nicht heraus gekommen bin. Mit 8:11 und 2:11 hatte ich da wenig Möglichkeiten. Ich konnte den Dritten dann gewinnen, weil ich einfach mutiger spielte und wirklich gar keinen Ball mehr passiv agierte. Beim Vierten hatte ich mit 7:11 dann aber wieder das Nachsehen und meine Lehrstunde war vorbei.

Stand: 2:3

In der Mitte kamen dann zwei Spiele, von denen unsere Spieler wahrscheinlich auch nicht gedacht hätten, dass es die Knackpunktspiele des Abends werden sollten. Marco verlor im Fünften leider gegen Enes knapp mit 11:8. Er selbst merkte aber an, dass durch den gesundheitlichen Aspekt einige Dinge eher glücklich für ihn liefen aber ich sehe das naturgemäß anders und fand, dass er insgesamt doch richtig gute Ballwechsel hinbekommen hat und es sicherlich auch verdient gehabt hätte zu gewinnen.

Flo traf es noch ärgerlicher. Nach einem 1:2 in Sätzen kämpfte er sich gegen Jürgen Jakob nochmal zurück und ging in den verdienten fünften Satz.

Obwohl er selbst dann Matchbälle hatte, traf ihn dann leider beim 12:10 für Jürgen die Situation, dass er den Schnitt bzw. “Nicht-Schnitt” ( :-D ) von Jürgen mit Schmetterbällen verballerte.

Ich glaube, wäre ein Spiel von den beiden gekommen, hätten wir auch einen sehr verdienten Punkt gegen ein starkes Spinfactory geholt.

Unten hatte Peddy dann im ersten Einzel keine Chance gegen Bootsveld, der zwar sehr viele leere Bälle spielte aber vor allem durch seine Sicherheit glänzte. Mit 3:1 ging das Spiel dann weg.

Ein weiteres Highlight für uns war dann der Abend von Daniel Jansen, der so langsam aber sicher das Schwimmen in der Klasse lernt.

Gegen Tobias Heilmann schaffte er ein knackiges 3:0. Richtig druckvoll und konsequent trümmerte er Vorhand-Topspin um Vorhand-Topspin auf den Tisch. Hochverdient hielt er uns da etwas im Spiel.

Stand: 3:6 aus unserer Sicht..

René durfte dann oben wieder beginnen und bekam es mit Christian Grund zu tun, mit dem er früher sogar in Brühl mal kurzzeitig ein bis zwei Einsätze zusammen hatte.

In den ersten beiden Sätzen ging René tatsächlich 2:0 in Führung. Nicht glücklich, sondern wirklich hoch verdient und einfach auch der Sicherheit geschuldet, wo Christian in dem ein oder anderen Ballwechsel überpacete.

In den Sätzen drei und vier gewann Christian dann aber jeweils mit 11:6 und gefühlt drehte sich das Spiel zu seinen Gunsten, da die Sätze in sich souveräner wirkten und René seine Sicherheit zu verlieren schien.

Ein Riesen-Vorteil war dann, dass René von Anfang an da war und schnell mit 3:0 in Führung ging. Auch, wenn er dann auf einmal grundlos in eine seiner “kleinen” Meckerphasen kam, darf man Flo auch mal gratulieren, da er ihn wieder ein bisschen in die Spur brachte.

11:5 hieß es am Ende für den Glescher, der damit wohl doch noch in der Saison seinen Big Fish erlegen konnte.

Jörn Haynold durfte mich dann kurz mit 3:0 abfertigen, wobei ich beim 11:6, 12:10 und 11:7 für den Kölner jetzt auch nicht dramatisch weit weg war aber es bleibt, wie es ist..In den Klassen von Christian Grund und Jörn Haynold musst du eben auch so langsam mal ein vernünftiges Aufschlag-Rückschlag-Spiel beherrschen, für das ich jetzt nicht gerade berühmt bin. Demnach chancenlos und hochverdient der nächste Punkt für Spin.

Stand: 4:7

In der Mitte konnte Marco zwar noch den ersten Satz gegen Jürgen Jakob gewinnen aber müßig zu erwähnen, dass unser Dreier in den letzten Wochen einfach das Level nicht mitgehen kann, da es immer wieder Rückschläge gibt und die Sicherheit dann völlig flöten geht. Dennoch stehen wir da komplett hinter und hoffen auf Besserung in der nächsten Zeit.

Dafür überraschte, für mich zumindest, Flo mit einem satten 3:0 gegen Enes Bahar. Auch, wenn die Sätze in sich vom Ergebnis her knapp waren, hatte man immer das Gefühl, dass Flo in den Rallyes immer den Tick Sicherheit mehr hatte. Enes, den ich von früher her sogar noch kenne, überpacete hier etwas und da gingen immer so die berühmten 2-3 Bälle zu viel weg.

Stand: 5:8

Peddy wollte anfangs zwar schon wieder rumjammern, dass alles leer ist und irgendwie hier und da die Welt ungerecht ist ABER nach verlorenem ersten Satz ballerte er gegen Tobias Heilmann ein 11:3 aus dem Ärmel und war auf einmal voll drin. Die beiden darauffolgenden Sätze holte er ebenfalls für Glesch und auch er konnte damit sein erstes “Einhorn” über 1600 Punkte in dieser Saison besiegen.

Überraschung war nach wie vor aber Daniel Jansen, der im zweiten Spiel gegen Thomas Bootsveld einen offenen Schlagabtausch hatte. Beim 11:9, 11:13, 11:9, 5:11 und 11:8 erkennt man, wie knapp es war. Es gab tolle Ballwechsel und der Glescher holte sein zweites Einzel heute auch noch.

7:8

Wenn man sich unser “Verletzungspech” in den letzten Wochen ansieht und dann die dazugehörigen Ergebnisse (Hürth: 8:8, Friesheim 7:9, Lövenich: 6:9, TTC 6:9, Nippes II 8:8), dann ist es schon ärgerlich, was dann im Schlussdoppel passierte.

Im ersten Satz sah das Ganze eher nach einer klaren Nummer für Haynold und Grund gegen Willuhn und Radke aus, da der Satz mit 4:11 weg ging.

Im zweiten Satz standen unsere Männer aber besser und führten 11:10. In meinen Augen hätten wir das auch gepackt und dann wäre es ein richtig enges Schlussdoppel geworden.

Aber René holte sich dann bei einer unglücklichen Bewegung eine Zerrung in der Wade. Die beiden spielten den Satz mit 11:13 zwar noch zu Ende aber anhand der Bälle wurde direkt klar, dass René sich da gar nicht mehr groß bewegen konnte und bevor man noch mehr kaputt macht, mussten die beiden dann kampflos aufgeben und gratulieren.

Fazit:

Am Ende steht ein 9:7 für den Tabellenführer Spinfactory Köln II. Ich glaube, dass alle bei uns sagten, dass sie noch nie so ein gutes Feeling nach einem 7:9 hatten, da wir tatsächlich, neben Nippes, fast die Einzigen geworden wären, die den Kölnern einen Punkt abgeluchst hätten und das dann sicherlich nicht unverdient.

Wenn man sich o.g. Ergebnisse ansieht, dann das heutige Spiel und berücksichtigt, dass Flo in den letzten Wochen gesundheitliche Probleme hatte, Marco eigentlich seit Wochen wieder nur hoffen kann, dass er irgendwie die Kugel trifft und und und..Tja..Man kann sich jetzt nicht ganz viel davon kaufen aber man überlegt natürlich schon, was wäre, wenn mal alle fit gewesen wären. Natürlich sagt das jede Mannschaft immer von sich aber bei uns ist es umso wichtiger, da man eben auch nicht viele Ersatzstellungen im 1600er oder 1500er-Bereich hat.

Uns stimmt es jedenfalls positiv für die nächste Saison bzw. natürlich auch noch für die letzten beiden Spiele.

Wir standen nachher dann noch länger mit den Männern von Spin beim Bierchen zusammen und flachsten noch ein bisschen herum. Insgesamt war die Stimmung, das Spiel aber auch an sich, für uns nochmal ein Highlight in dieser Saison.

Jederzeit fair mit tollen und überraschenden Spielen gratulieren wir Spin und wünschen für die letzten Spiele alles Gute..