BCV I 6:9 Lövenich I
geschrieben am 30.01.2026 von Thomas Fischer
Also wenn man letzte Woche Sonntag gegen Hürth schon 4:39 h benötigt, wünscht man sich ja eigentlich im nächsten Spiel mal etwas Flotteres.
Gegen ein noch stärker aufgestelltes Lövenich als in der Vorrunde gingen wir auch eher davon aus, dass es nicht wieder so lange dauern würde. Vielleicht haben wir uns da etwas selbst unterschätzt, denn es entwickelte sich doch noch ein recht enger Schlagabtausch.
Lövenich mit Ley, Held, Herbertz, Kuster, Bingül und Goffart.
Wir mit Willuhn, Fischer, Bailly, Radke, Großkinsky und Jansen.
Das, was wir in der letzten Woche gegen Hürth mit 4 gewonnenen Doppeln noch perfekt machten, ging dann heute leider direkt wieder etwas unglücklich in die Hose.
D2 mit Daniel Jansen und mir hatten zwar gegen Ley/Herbertz keine Chance. Bei den anderen beiden Doppeln mussten wir jedoch nur im Fünften gratulieren.
Stand: 0:3
Das obere Paarkreuz war heute ein Totalausfall. Ich hatte gegen Sascha absolut keine Chance, weil er mittlerweile meinen Da-Vinci-Code geknackt hat und da nichts mehr anbrennt.
René war im Gegensatz zu letzter Woche nicht wirklich anwesend und verlor gegen Daniel Held mit 1:3.
Stand: 0:5
Alles drohte komplett in die Hose zu gehen, so dass wir schnell zu den Brötchen und Bierchen kommen aber da hatten unser mittleres Paarkreuz und Peddy unten etwas dagegen.
Marco konnte gegen Kuster durch eine Mischung aus guten Aufschlägen und sicheren Blocks ein 3:1 erzielen. Flo schaffte ebenfalls gegen Kevin Herbertz, der zum ersten Mal gegen uns in der Mitte spielte, ein 3:1.
Stand: 2:5
Peddy war, ehrlich gesagt, in den ersten beiden Sätzen gegen Ralf Goffart zu passiv und reagierte nur. Gegen Ralf, der schon im Doppel eine Sahneleistung ablieferte, reichte das so auf keinen Fall.
Kurz durchgeschüttelt animierten wir Peddy mal langsam selbst offensiver zu werden. Gesagt, getan..
Er drehte das komplette Match im 5. Satz mit 12:10 und holte einen weiteren wichtigen Zähler.
Daniel Jansen hätte heute gegen Birand sicherlich seinen ersten Sieg verdient gehabt. Lediglich im Fünften musste er sich umgekehrt mit 10:12 geschlagen geben.
Stand: 3:6
Oben angekommen konnte René gegen Sascha keine Paroli bieten. Zu gut ist die Form des starken Einsers der Lövenicher. Mit 1:3 ging das Spiel verdient weg.
Meine Wenigkeit konnte den Fünf-Satz-Fluch wieder nicht beseitigen. Auch, wenn ich auf sowas nicht gerne herumreite aber leider außergewöhnlich war, dass Daniel Held im Fünften beim Stand von 8:1 tatsächlich 7 Nasse hatte, die den psychologischen Vorteil jetzt nicht gerade zu mir kippen ließen.
Am Ende muss man beim 11:7 für den Lövenicher sagen, dass er die Aufschläge besser setzte und so immer besser in sein Offensivspiel kam. Glücklich aber nicht unverdient ging auch der Punkt weg.
Stand: 3:8
Spätestens jetzt hätte es doch eigentlich fast Brötchen und Bierchen geben müssen oder?
Nö..In der Mitte schlug Marco nämlich Kevin Herbertz mit 3:0. Die Sätze in sich waren zwar sehr knapp aber man hatte von Anfang an das Gefühl, dass Kevin heute ein bisschen seiner Form hinterherlaufen musste.
Es fehlte da immer so ein Touch Sicherheit, da wieder ein Touch mehr Entschlossenheit und so konnte Marco das 4:8 für uns holen.
Auch Flo hatte beschlossen das Verlieren einzustellen und gewann gegen “Angstgegner” Thorsten Kuster mit 3:1. Heute kam Flo, im Gegensatz zum Hinspiel, deutlich besser mit den Aufschlägen zurecht und konnte selbst deutlich mehr Blocks gegen den starken Topspin von Thorsten anbringen.
Stand: 5:8
Peddy schaffte dann seinen zweiten Kraftakt gegen Birand, denn auch hier gewann er mit einem 12:10 im Fünften einen noch tollen 6. Punkt für uns.
Leider musste sich dann Daniel im letzten Einzel des Abends gegen Ralf Goffart mit 9:11, 9:11, 11:7 und 10:12 geschlagen geben.
Man muss aber dazu sagen, dass er sich immer mehr an die Klasse gewöhnt und der erste Sieg bald naht.
Zusätzlich hätten wir das Schlussdoppel mit 0:3 verloren, was dann ohnehin nicht mehr zu einem Punkt gereicht hätte.
Ich glaube, dass Glück, was wir letzte Woche in Hürth hatten, war heute leider nicht so präsent. Gerade, was die Fünf-Satz-Spiele angeht. Nimmt man die beiden Eingangsdoppel, dann das knapp verlorene Spiel von Daniel Jansen gegen Birand und mein verlorenes Spiel im Fünften gegen Daniel Held, kann man sicherlich behaupten, dass es auch anders hätte ausgehen können.
Bei 4:0 Doppeln (auch, wenn das letzte nicht zählte..) und einem Total-Ausfall im oberen Paarkreuz mit 0:4 muss man aber sagen, dass wir bei dem 6:9 das Maximum an Mannschaftsleistung herausgeholt haben. Nur kann man solche 8 Punkte eben gegen ein Lövenich nicht kompensieren.
Das ist aber auch der Grund, warum Lövenich gegenüber dem letzten Jahr die Plätze mit uns getauscht haben. Sie spielen wesentlich öfter komplett und haben dann natürlich auch die Qualität in den knappen Spielen zu überzeugen.
Danach konnten wir nach rund 4 Stunden noch Würstchen, Brötchen und ein paar Bierchen genießen und ließen den Abend noch mit netten Gesprächen ausklingen.
Wir wünschen Lövenich weiterhin alles Gute und vielleicht können sie oben noch den ein oder anderen etwas ärgern.
Das Fazit für unsere Mannschaft lautet auf jeden Fall, dass wir den Fahrtwind nach dem Hürth-Spiel und jetzt gegen Lövenich aufgenommen haben, um bei den nächsten zwei Spielen gegen den FC und gegen Friesheim Gas zu geben.

