1. Spieltag HR 26/27 - BC Viktoria 1915 Glesch/Paffendorf e.V.

1. Spieltag HR 26/27 TTC Lövenich 9:4 BCV I

geschrieben am 05.09.2026 von Thomas Fischer


Heute zum 1. Meisterschaftsspiel fuhren wir nach Lövenich, die dieses Jahr in unseren Augen mit Mödrath zusammen ganz weit nach oben in der Tabelle gehören.

Auch, wenn Birand Bingül aktuell krankheitsbedingt nicht dabei sein kann, so kann Lövenich immer noch mit ein oder zwei recht guten Ergänzungsspielern aufwarten, was es für den Gegner dann natürlich viel einfacher macht.

Bei uns konnte Flo aus privaten Gründen nicht dabei sein.

Lövenich entsprechend mit Sascha Ley, Weißelberg, Herbertz, Jack Ley, Kuster und Gilsdorf.
Wir mit Willuhn, Bailly, Fischer, Großkinsky, Jansen und Longhi.

In den Doppeln stellten wir durch das Fehlen von Flo etwas um. René spielte mit mir gegen Kevin Herbertz und Peter Gilsdorf. Den ersten Satz hatten wir etwas gestohlen, da wir erstmal hinterherhingen und ich mir viel zu wenig Offensive zutraute. Somit kam René auch überhaupt nicht gut ins Spiel bzw. konnte mit der Noppe wenig ausrichten. Im zweiten Satz dominierten eher die Lövenicher und holten diesen auch verdient. Erst ab Satz 3 legte ich etwas die Nervosität ab und traute mir mehr zu und somit kam René auch wesentlich besser rein. Mit 11:3 und 11:5 holten wir dann entsprechend die Sätze zum 3:1.

Bei Marco und Peddy war es, dass sie immer mittendrin waren aber am Ende dann doch nur irgendwie dabei. Beim 11:6, 11:6 und 11:9 für Lövenich hatte der Gegner in Lukas Weißelberg und Sascha Ley immer den Ticken mehr Sicherheit.

Ähnlich war es auch im Doppel von Daniel Jansen und Manuel Longhi, der uns heute dankenswerterweise für Flo aushalf. Gegen Kuster und Jack Ley muss man natürlich auch zugeben, dass dies schon ein brutales Doppel 3 darstellt, schaut man sich die TTR an. Dennoch muss man sagen, dass sich gerade Manuel sehr gut ins Spiel einbrachte und richtig gut mithalten konnte.

Am Ende gingen wir verdient mit 1:2 aus den Doppeln raus.

Im oberen Paarkreuz gab es dann direkt mal eine dicke Überraschung. Auch, wenn René, leider verletzungsgeplagt, im Fünfsatz-Spiel gegen Lukas Weißelberg den Kürzeren zog, so konnten wir direkt wieder ausgleichen, in dem Marco tatsächlich gegen Sascha gewinnen konnte.

Wir hatten vor der Saison den Wechsel des Paarkreuzes doppeltaktisch besprochen und da meine letzte Saison oben eine Katastrophe war, probieren wir es nun einfach mal so, in der Hoffnung, dass Marco mit seiner Gelassenheit oben den ein oder anderen mehr ärgern kann.

Gesagt, getan..Mit dem doch eher spinlastigen Spiel von Marco tat sich Sascha sichtlich schwer. Gerade zu Anfang gab es für ihn entweder die Option, dass der Ball beim Block zu weit rausging oder er einfach runterfiel. Marco schaffte es am Anfang umgekehrt aber nicht, nach seinem soften Topspin den Endschlag sicher zu treffen. Dennoch ein Spiel auf absoluter Augenhöhe. Sascha gewann den Ersten zu 6, Marco den Zweiten dann eben zu 6. Den Dritten holte Sascha wieder mit 11:9, Marco den Vierten zu 10. Im letzten Satz ging Marco zwar 2:0 in Führung, dennoch nahm der Druck von Sascha in der Mitte des Satzes etwas zu und er ging 7:4 in Führung. Auch, wenn Sascha sich hier mehr zutraute und den Druck erhöhte, versuchte Marco dann wieder die Bälle mehr fallen zu lassen, um Sascha mit mehr Spin und höheren Bögen zu beschäftigen. Er traf die Konter dann aber auch besser und am Ende gewann er dann mit 12:10. In der Summe darf man behaupten, dass dies das Spiel des Abends war, weil es einfach alles in sich hatte und die Spannung kaum zu toppen war.

3:2 für Lövenich..

In der Mitte lieferte sich Peddy einen tollen Kampf gegen Kevin Herbertz. Für mich überraschend, dass er mit dem Spin von Kevin so gut zurecht kam. Das gab ihm aber die Möglichkeit in einige Rallyes zu kommen, die dann letztlich ebenfalls ein sehr knappes Spiel zufolge hatte.

Nach dem 9:11, 13:11 und 14:12 für Peddy, spielte Kevin für mich allerdings zunehmend sicherer und bereitete die Endschläge etwas besser vor. Gerade im fünften Satz war es schade, dass Peddy gefühlt gar nichts mehr traf und 0:6 hinten lag. Mit 11:5 musste sich Peddy dann auch geschlagen geben, wobei ich sage, dass das Spiel einen so klaren Fünften eigentlich nicht verdient hatte. Dennoch ein wieder mal interessantes Spiel und für die erste Einheit in dieser Saison von Peddy eine tolle Leistung.

Ich durfte dann gegen Jack Ley ran und muss zugeben, dass ich in den ersten beiden Sätzen keine Chance hatte. Jack spielte einfach ruhig und stoisch sein Spiel runter und ich agierte viel zu hektisch und wollte immer zu früh den direkten Punkt machen. Beim 11:7 und 11:5 für ihn musste ich definitiv etwas umstellen. Dies klappte auch, indem ich einfach längere Rallyes ging und mir darüber immer mehr Sicherheit holte. Ich gewann den Dritten mit 11:2 und den Vierten knapp mit 12:10.

Im Fünften hatte ich dann aber direkt etwas die Überhand und führte ständig mit 2 Punkten. Irgendwann zog ich dann mit 8:4 davon und konnte den Abstand bis zum 11:7 dann halten. Auch hier wieder ein tolles Spiel von beiden Seiten mit Wendungen, tollen Ballwechseln und dem glücklicheren Ende für mich.

4:3 für Lövenich..

Unten spielte Manuel gegen Torsten Kuster 9:11, 5:11 und 9:11 eine richtig gute Partie und war immer mit dabei. Leider hatte er hier zu viele Probleme mit den Aufschlägen bzw. beim Entgegnen der Topspins von Torsten, der dann auch verdient mit 3:0 gewann. Trotzdem eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass die beiden auch 430 TTR-Punkte trennen.

Eine, aus unserer Sicht leider, weitere Überraschung ereignete sich dann beim Spiel von Daniel gegen Peter Gilsdorf. Daniel war mit knapp 90 TTR eigentlich der klare Favorit. Spieltaktisch konnte er jedoch leider nicht das umsetzen, was nötig gewesen wäre, um den Sieg nach Glesch zu holen. Peter, der sehr spinempfindlich auf der Rückhand war, drängte Daniel immer wieder in “leere” Konter-Ballwechsel, wo er offenbar locker eine halbe Klasse sicherer war. Daniel kam hier einfach nicht raus und es schlichen sich zu viele Fehler ein. Auch, wenn er mit guten Aufschlägen und viel Schnitt noch einige Punkte holte, musste er am Ende verdient mit 1:3 gratulieren.

Hätten wir hier das 4:5 geholt, wäre vielleicht nochmal eine kleine zweite Luft frei geworden. Mit dem 3:6 ging es dann aber verdient in die zweite Einzelrunde.

Oben gab es dann leider zwei deutlichere Ergebnisse. René hatte gegen Sascha heute nichts entgegen zu setzen. Er kam einfach überhaupt nicht aus dem druckvollen Spiel von Sascha heraus, der aber auch, zugegeben, mittlerweile einfach weiß, wie er die Rallyes gegen René steuern kann. Am Ende stand ein klares 3:0 für den Lövenicher, dass auch in der Höhe verdient war.

Marco schien durch den Sieg gegen Sascha frei aufspielen zu können und konnte gegen Lukas den Ersten, zugegebenermaßen mit einigen nassen Bällen, 11:5 gewinnen. Bei den anschließenden Sätzen 11:4, 11:8 und 11:9 bekam Marco aber nicht mehr so den Zugriff, weil Lukas dann doch wieder mehr Vorhände traf und auch die längeren Ballwechsel für sich entschied. Die soften Topspins blockte er mit einer stoischen Ruhe einfach weg bis der Ball lag, um ihn dann mit der Vorhand zu beenden.

Da Peddy gegen Jack Ley relativ deutlich mit 0:3 verlor, war mein Punkt gegen Kevin Herbertz dann nur Ergebniskosmetik. Auch, wenn ich 2:0 führte, fuchste sich Kevin wieder nach vorne. Letztlich lag er in allen Sätzen sehr lange vorne. Auch im Letzten mit 6:2. Vielleicht wollte er dann in der ein oder anderen Situation etwas zu viel. Auch, wenn ich gut dagegen gehalten hatte, gewann Kevin letztlich alle 5 Sätze für uns. Anders kann man das nicht sagen.

Unterm Strich stand ein verdientes 9:4 für Lövenich auf dem Handy, dass auch in der Höhe verdient war. Erstmal wünsche ich Birand gute Besserung und vor allem schmerzfreie Genesung und bedanke mich nochmal bei Manu für den Einsatz bei uns.

Das Spiel bestätigt unsere Sichtweise, dass wir dieses Jahr mit Mödrath und Lövenich zwei Teams haben werden, die sich oben absetzen können, danach folgen vielleicht 8 Teams auf Augenhöhe und dann muss man sehen, wie sich Geyen und Vogelsang wieder in der BOL etablieren und ob sie hier mitschwimmen werden. Es wird definitiv eine sehr spannende Saison, wo es noch viele Überraschungen geben kann.

Wir wünschen Lövenich alles Gute und viel Erfolg und wir genossen später noch das Bierchen nach immer sehr fairen und wirklich spannenden Spielen.