10. Spieltag HR 2018/2019 - BC Viktoria 1915 Glesch/Paffendorf e.V.

BCV II 8:8 FC Junkersdorf

geschrieben am 23.11.2018 von Thomas Fischer


… und damit war vor der Partie nicht zu rechnen, denn unsere Mitstreiter vom FC Junkersdorf 
erwähnten in der Begrüßung, dass sie mit einem Sieg an uns vorbeiziehen wollten und somit noch im Aufstiegskampf eingreifen wollten. Wo kämen wir nur hin, wenn das nicht genug Motivation für uns Glescher sei ?!

In den Doppeln konnten wir Junkersdorf direkt einen Vorteil abnehmen, denn Rene und Thomas gewannen genauso deutlich gegen Jess/Heinemann wie ich und Christoph gegen das Einserdoppel Klein/Frank. Lediglich unsere Urgesteine Marco und Adi durften Voss/Stühn am Ende gratulieren.

Zwischenstand 2:1

Rene wollte nun nachziehen. Den ersten Satz noch deutlich gewonnen, kam sein Gegenüber Jess immer besser in die Partie und zog eins um andere mal den Return von Rene rein. Es wurde somit ein Spiel auf Augenhöhe, dass in den 5. Satz gehen musste. Rene versuchte nun bei jeder gebotenen Möglichkeit den Ball aktiv offensiv zu spielen. Leider vergab er hier ganz wichtige Vorteile für sich direkt zu Beginn des 5. Satzes und lief nun immer einem Rückstand hinterher den er nicht mehr aufzuholen vermagte. Sichtlich angefressen aufgrund der eigenen Leistung versprach er sich selbst Besserung im nächsten Spiel.

Apfel vs. Klein…. Viele Worte bedarf es hier nicht. Mittlerweile weiß wohl jeder von uns dass beide sich nicht mögen. Thomas in üblicher Apfelmanier, brachte wieder zig Bälle zurück aus der Halbdistanz, gepaart mit kämpferischen Eigenschaften und seinem üblichen Charme behielt diesmal ganz knapp in allen drei Sätzen die Oberhand. Die Führung war wieder da!

Zwischenstand 3:2

Nun war ich an der Reihe gegen Frank, einem Spieler der das Spiel passiv beginnt um dann auf einen ersten Angriffsball mit gezielten Blocks zu antworten. Hiermit hatte ich auch massive Probleme und lief im zweiten Satz einem 7:10 Rückstand hinterher. Ich drehte den Satz mit Willen und Leidenschaft und dies war dann der auch gleichzeitig der Knotenlöser und so gewann ich zum Schluß verdient mit 3:1

Marco an der Nebenplatte gegen Heinemann sehr souverän mit einem weiteren 3:0 Sieg. Deutlicher hätte es nicht für unseren gewohnt konditionellstarken heutigen Vierer laufen können. Starke Leistung

Zwischenstand 5:2

Nun erhofften wir uns einen weiteren Punkt aus dem unteren Paarkreuz. Christoph noch in gewohnte Manier im ersten Satz gegen Stühn, einem beidseitig sehr sicheren Topspinspieler, schaffte es unser Fünfer das Spiel ausgeglichen zu gestalten. In den Sätzen 3 und 4 waren es Nuancen und etwas Fortune, die zugunsten Stühn entschieden. Christoph sichtlich unzufrieden mit seiner derzeitigen Form verlor das Spiel folglich mit 1:3

Adam nun gegen Voss… Kampfschweinchen triftt Kampfschweinchen :-) Beide in ihrem Element, während unser Adi nach jedem Ball hetzte und wetzte kam dies Gegenüber Voss
sehr zu gute, denn dieser lebt vom direkten Spiel an der Platte. Adi war zweimal knapp dran, am Ende aber siegte Voss verdient mit 3:0

Zwischenstand 5:4

Rene nun gegen Klein. One on one. Klein heute wahrlich nicht mit seiner besten Form, dennoch nicht entscheidend für den sehr deutlichen Sieg von Rene. Hier war Rene von Beginn an im Tunnel, spielte taktisch klug und vor allem aktiver als im ersten Spiel. Sicherlich gewährte ihm Klein mit dessen Spielanlage, die eher auf sichere lange Ballwechsel beruht, einen Vorteil, doch ich bin der Überzeugung, dass Rene auch in dieser Hinrunde noch nicht permanent sein ganzes Potential abgerufen hat und es manchmal einen kleinen “Schubser” wie die erste Niederlage braucht um es rauszukitzeln. Deutlicher Sieg mit 3:0 ! Muss man
erstmal so machen ….

Apfel auf der anderen Seite gegen Jess. Ob dieser gut aufgelegt war kann ich nicht beurteilen, denn ich sah ihn zum ersten Mal spielen. Jedoch hat er eine sehr offensive Spielveranlagung und ein paar schnelle Füße, was dafür sorgte dass unser Happy Apple alles rausholen durfte, es dennoch nicht reichte. Enge Sätze mit dem besseren Ende für die Junkersdorfer.

Zwischenstand 6:5

Jetzt mussten wir liefern um die Führung nicht aus der Hand zu geben. Mich selbst und Marco in die Verantwortung genommen, spielten wir beide heute mental groß auf. Ich durfte gegen Heinemann ein Linkshänderduell führen, indem ich mich fast selbst um den Sieg gebracht hätte. Nach verlorenem ersten Satz die nächsten beiden deutlich gewonnen führte ich hoch im vierten Satz doch das war mir zu sicher und so zog ich den kürzeren. Genervt von mir selbst, fokussierte ich mich wieder aufs Wesentlich und schwupp…. 4 Nasse gegen mich, die zum 5:5 führten im 5.Satz. Nicht schon wieder….. Nein, nicht diesmal denn ich ließ den Balast fallen und spielte mein Spiel durch und gewann zum Schluß mit 11:8. Gott sei Dank

Marco aka Hitchcock nutzte alle möglichen Sätze und nach einem Hin und Her der Sätze durfte der fünfte Satz mal wieder über Sieg oder Niederlage entscheiden. Doch es war diesmal ein anderer Marco an der Platte, er lieferte sich lange schnelle und ausgiebige Konterduelle mit Frank bis zum bitteren Ende und mit jedem Punktgewinn erklang in unserer beschaulichen Halle ein “ Yeeesssaaa” aus seiner Kehle, abgeschaut von mir, aber wenn es dann so hilft immer wieder gerne!! Marco gewann nicht sicher und souverän, eher auftrumpfend und glorreich wie ein Stier in der Arena. So schnaufte er auch nach dem Spiel, nachdem er über seine Grenze hinausgegangen war. Stark!

Zwischenstand 8:5

Unten konnte Christoph phasenweise sein Potential ausspielen, doch das Spiel vom “Vossi”-Bär lag ihm überhaupt nicht. Auf die Noppe und den ersten Ball kam Christoph bis auf einen Satz nie in die für ihn wichtige offensive Position. Somit ging das Spiel deutlich mit 1:3 an Junkersdorf.

Adi folgte… kämpferisch wie immer, doch Stühn wusste auf Adi`s Spielweise immer eine Antwort. Es war zu durchschaubar und als Adi dann noch etwas Pech gegen sich hatte war das Spiel auch schon weg

Zwischenstand 8:7

Ein Punkt war sicher. Jetzt wurde es hitzig, denn ein Abschlussdoppel sollte zur Entscheidung des heutigen Spiels führen. Unsere zwei kämpften, rissen sich den Allerwertesten auf, doch das Junkersdorfer Doppel Klein/Frank hatte meist nicht die schöneren Punktgewinne, doch dafür die kleinen wichtigen. Beim Stand von 9:9 wollten unsere zwei volles Risiko und gingen beide Bälle bei eigenem Aufschlag offensiv an, einer ging ins Netz, der nächste wurde in einer Rallye verloren… und so durften dann zum Schluss die favorisierten Junkersdorfer sich über einen Punktgewinn freuen.

Endstand 8:8

Fazit: Das Unentschieden ist gerecht, dennoch ärgert man sich erstmal nach einer Führung den Sieg nicht nach Hause geholt zu haben. In der Nachbetrachtung haben wir aber im gesamten groß aufgespielt, da unsere Gäste in oberen und mittleren Paarkreuz auf Augenhöhe aufgestellt war und im unteren sogar punktetechnisch stärker.

Dieser Punkterhalt beförderte uns sogleich, ich mag es kaum glauben, von Platz 4 auf 3. 
Da sieht man wie ausgeglichen und unberechnbar diese Klasse ist.

Nächste Woche geht es nach sonntags nach Kenten, die jetzt nur noch einen Punkt hinter uns sind und durch ständig komplettes Antreten und einer stabilen Performance auch vermeintlich bessere Teams in der Hinrunde schon geschlagen haben. Wir sind klarer Underdog, jedoch wären wir nicht Glesch, wenn wir nicht alles versuchen würden um dort zu bestehen.

In dem Sinne bis zum nächsten Spielbericht!